Berliner Dom: Eine für alle zugängliche Station, um die Grabstätten zu entdecken

Der Berliner Dom gehört zu den fünf Wahrzeichen der Museumsinsel, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen.

Die Ende des 19. Jahrhunderts im Neorenaissance-Stil erbaute Kirche ist das historische protestantische Bauwerk Berlins. Sie ist zudem ein bedeutender Ort der Erinnerung: In ihrer Krypta befinden sich fast 95 Sarkophage der Hohenzollern-Dynastie.

Die religiöse und dynastische Symbolik verstehen, jenseits der reinen Verzierung

Der Berliner Dom möchte, dass die Verzierungen der Sarkophage in ihrer ganzen Symbolik von möglichst vielen Menschen verstanden werden können.

Die Einrichtung hat sich kürzlich eine Station zur sensorischen Vermittlung angeschafft, die von Tactile Studio entworfen und hergestellt wurde. Die Verständlichkeit der Inhalte für alle Besuchergruppen war ausschlaggebend für die gestalterischen Entscheidungen: Schriftart, Brailleschrift, taktile Illustrationen und Flachreliefs, die mit den Händen erkundet werden können.

Das Vermittlungsangebot richtet sich an alle Zielgruppen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf sehbehinderten oder blinden Menschen liegt. Bildnachweis: A. Verdeil, Tactile Studio.
Das Vermittlungsangebot richtet sich an alle Zielgruppen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf sehbehinderten oder blinden Menschen liegt. Bildnachweis: A. Verdeil, Tactile Studio.

Den Sarg zerlegen, die Konstruktion verstehen

Die über 2 Meter breite Ausstellung zeigt fünf bemerkenswerte Grabmäler aus Stein, Metall oder Holz. Die Präsentation jedes Grabmals folgt dem gleichen Aufbau:

  • dreidimensionale Nachbildung des Grabmals zum Anfassen,
  • Flachrelief eines Details des Grabmals,
  • Probe des Hauptmaterials,
  • Beschreibung der Form,
  • Entstehungsdatum.
Detail von der inklusiven Taststation im Berliner Dom. Crédits A. Verdeil, Tactile Studio.
Detail von der inklusiven Taststation im Berliner Dom. Crédits A. Verdeil, Tactile Studio.

Kunde : Berliner Dom