Das Humboldt Forum: Eine Museumseröffnung im Zeichen der kulturellen Inklusion

Das Humboldt Forum, das im Juli 2021 eröffnet wurde, ist eines der wichtigsten Kulturprojekte in Deutschland.

Dieses monumentale, 4 Hektar große Zentrum für Kunst, Kultur und Wissenschaft befindet sich auf der berühmten Berliner Museumsinsel – die Teil des UNESCO-Welterbes ist – und beherbergt umfangreiche Sammlungen außereuropäischer Kunst.

Tactile Studio durfte den inklusiven Rundgang durch die Sonderausstellung „Schrecklich Schön. Elefant – Mensch – Elfenbein“ gestalten, die die Geschichte des Elfenbeinhandels nachzeichnet und die jahrtausendelange Faszination des Menschen für dieses begehrte Material veranschaulicht.

Eine multisensorische Erkundung des Ausstellungsrundgangs

Ein taktiler und auditiver Orientierungsplan am Eingang der Ausstellung ermöglicht es allen Besuchern, in den Raum einzutauchen und den vorgeschlagenen Rundgang nachzuempfinden.

Die haptische Beschilderung präsentiert die wichtigsten Stationen der Ausstellung sowie die verschiedenen Inhalte, die für jedermann zugänglich sind. Sie besteht aus einem taktilen Übersichtsplan, Piktogrammen sowie Beschriftungen, die die Besonderheiten der einzelnen Räume hervorheben.

Ein Besucher entdeckt die gesamte Ausstellung mit Hilfe einer taktilen Orientierungskarte - © Tactile Studio
Ein Besucher entdeckt die gesamte Ausstellung mit Hilfe einer taktilen Orientierungskarte - © Tactile Studio
Die Besucher haben auch Zugang zu Audioinhalten, die über einen QR-Code auf der Station aktiviert werden können - © Tactile Studio
Die Besucher haben auch Zugang zu Audioinhalten, die über einen QR-Code auf der Station aktiviert werden können - © Tactile Studio

Die Audio-Inhalte, die über einen QR-Code an der Station aktiviert werden können, begleiten die Besucherinnen und Besucher bei ihrer Entdeckungsreise durch die Ausstellung und weisen auf deren zentralen Elemente hin.

Pädagogische, interaktive und inklusive Stationen für alle Zielgruppen

Die einzigartigen Vorrichtungen nehmen die Besucher mit auf eine Reise durch die Zeit und setzen die Beziehung zwischen Elefanten, Menschen und Elfenbein in Szene.

Die ersten beiden Stationen sind interaktiv. An der ersten können die Besucher ihre eigene „Wunderkammer“ erstellen – ein direkter Vorläufer der heutigen Museen. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, zwölf seltene oder ungewöhnliche Gegenstände der damaligen Zeit auszuwählen und sie den folgenden Kategorien zuzuordnen: Kunst – Natur – Lieblingsstücke – Wissenschaft.

An dieser Station können die Besucher ihr eigenes Kuriositätenkabinett bauen - © Tactile Studio
An dieser Station können die Besucher ihr eigenes Kuriositätenkabinett bauen - © Tactile Studio
Dank eines innovativen elektronischen Systems können die Besucher die Vibrationen spüren, die die Elefanten auf dem Boden aussenden - © Tactile Studio
Dank eines innovativen elektronischen Systems können die Besucher die Vibrationen spüren, die die Elefanten auf dem Boden aussenden - © Tactile Studio

Die zweite widmet sich der Kommunikation der Elefanten: Dank eines innovativen elektronischen Systems können die Besucherinnen und Besucher die Vibrationen spüren, die die Säugetiere auf dem Boden aussenden, um etwa vor Gefahren zu warnen oder um Nahrung oder potentielle Partner zu finden.

Die dritte und vierte Station ist taktil. Eine trägt den Titel „Loango Ivories“ und veranschaulicht die drei Hauptthemen eines beschnitzten Elefantenstoßzahns aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ein Basrelief zeigt die Gesamtkomposition des Werks und erklärt, wo sich die ausgewählten Szenen befinden.

Diese Station besteht aus einem Basrelief eines Elefantenstoßzahns und präsentiert die 3 Hauptthemen - © Tactile Studio
Diese Station besteht aus einem Basrelief eines Elefantenstoßzahns und präsentiert die 3 Hauptthemen - © Tactile Studio
Die Besucher haben auch die Möglichkeit, die körperlichen Unterschiede zwischen den 3 wichtigsten Elefantenarten der Welt zu entdecken - © Tactile Studio
Die Besucher haben auch die Möglichkeit, die körperlichen Unterschiede zwischen den 3 wichtigsten Elefantenarten der Welt zu entdecken - © Tactile Studio

An der letzten Station schließlich können die Besucher die anatomischen Unterschiede zwischen den drei wichtigsten Elefantenarten der Welt mit den Fingerspitzen ertasten. Sie setzt sich zusammen aus 3D-Modellen dreier Elefantenbullen sowie aus reliefierten Tastbildern von drei Elefantenkühen (Frontalansicht).

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. November 2021 im Humboldt Forum zu sehen!

Kunde: Stiftung Humboldt Forum

Humboldt Forum Logo

Ausstellungsgestalter: Holzer Kobler

Partner: WAM – We Are Makers